smtp.vrfy.enabled
VRFY-Befehl aktiviert
Was wir prüfen
Wir senden dem Mailserver einen VRFY-Befehl und testen, ob er die Existenz einzelner Postfächer bestätigt. VRFY war einmal ein Debugging-Werkzeug — heute lässt sich damit vor allem prüfen, ob eine bestimmte Adresse auf dem Server existiert.
Was dieses Ergebnis bedeutet
Der Server beantwortet VRFY-Befehle und bestätigt oder verneint damit die Existenz einzelner Postfächer. Ein Angreifer kann so systematisch gültige Adressen sammeln, bevor er gezieltes Phishing oder Brute-Force startet.
Warum das wichtig ist
- Adress-Enumeration. Mit VRFY lässt sich systematisch herausfinden, welche Adressen gültig sind — eine fertige Zielliste für Spear-Phishing und Credential-Stuffing.
- Aufklärungswerkzeug. Kombiniert mit Firmenverzeichnissen oder LinkedIn beschleunigt VRFY die Kartierung der Mail-Infrastruktur einer Organisation erheblich.
- Kaum praktischer Nutzen. Legitim wird VRFY heute so gut wie nie gebraucht; eingeschaltet bringt es keinem modernen Mailsystem einen Vorteil.
So behebst du das
Deaktiviere VRFY. Für Postfix:
# /etc/postfix/main.cf disable_vrfy_command = yesLade Postfix neu:
postfix reloadAndere MTAs: Exim:
acl_smtp_vrfy = deny; Sendmail:goawayin denPrivacyOptions.
So fließt es in die Bewertung ein
VRFY aktiviert ist informativ und kostet keine Punkte — es wird als Härtungsempfehlung gemeldet. Das vollständige Scoring-Modell steht in der Bewertungsmethodik.
Evidenzbeispiel
C: VRFY admin
S: 252 2.0.0 admin@example.com