smtp.rfc2142.abuse

abuse@ nimmt keine E-Mails an

Was wir prüfen

Wir senden während der SMTP-Sitzung ein RCPT TO:<abuse@domain>, um zu prüfen, ob der Server Mail für die abuse-Rollenadresse annimmt. RFC 2142 definiert abuse@ als Standardpostfach für Meldungen über Netzwerkmissbrauch, Spam und Richtlinienverstöße.

Was dieses Ergebnis bedeutet

Der Server hat RCPT TO:<abuse@domain> abgelehnt. Die abuse-Adresse ist nicht konfiguriert, zeigt auf ein nicht existierendes Postfach oder wird von Empfängerbeschränkungen blockiert.

Warum das wichtig ist

So behebst du das

  1. Lege den abuse-Alias an. Für Postfix:

    # /etc/postfix/virtual oder /etc/aliases
    abuse@example.com  admin@example.com
    

    Danach die Alias-Datenbank neu aufbauen:

    postalias /etc/postfix/aliases   # oder: postmap /etc/postfix/virtual
    postfix reload
    
  2. Bei gehosteter Mail (Microsoft 365, Google Workspace): Den abuse-Alias in der Admin-Konsole anlegen.

  3. Lies das Postfach auch. Eine abuse-Adresse, die existiert, aber nie gelesen wird, ist kaum besser als eine, die abprallt. Leite sie an jemanden weiter, der auf Meldungen reagiert.

So fließt es in die Bewertung ein

Eine abgelehnte abuse-Adresse ist eine Warnung ohne Punktabzug: RFC 2142 formuliert abuse@ als „SHOULD" (anders als das „MUST" für postmaster@), dringend empfohlen ist die Adresse trotzdem. Das vollständige Scoring-Modell steht in der Bewertungsmethodik.

Evidenzbeispiel

C: RCPT TO:<abuse@example.com>
S: 550 5.1.1 <abuse@example.com>: Recipient address rejected: User unknown

Referenzen