smtp.banner.invalid_fqdn
Ungültiger Hostname im SMTP-Banner
Was wir prüfen
Wir parsen das SMTP-Banner (die 220-Begrüßung) und prüfen, ob der darin genannte Hostname ein gültiger Fully Qualified Domain Name (FQDN) ist. RFC 5321 verlangt den FQDN des Servers im Banner.
Was dieses Ergebnis bedeutet
Das SMTP-Banner nennt einen Hostnamen, der kein gültiger FQDN ist — ein bloßer Name ohne Domain-Teil (etwa localhost oder mail), eine IP-Adresse ohne Klammern oder eine syntaktisch ungültige Zeichenkette. Das verstößt gegen RFC 5321 §4.1.1.1.
Warum das wichtig ist
- RFC-Verstoß. Die SMTP-Begrüßung MUSS einen gültigen FQDN enthalten. Empfänger nutzen den Banner-Hostnamen für Protokollierung, Diagnose und heuristische Filterung — ein ungültiger FQDN signalisiert einen schlecht gepflegten Server.
- Zustellbarkeit. Manche Anti-Spam-Systeme werten ungültige Banner-FQDNs negativ. Selten ein direkter Ablehnungsgrund, aber ein Baustein negativer Heuristiken.
- Diagnosewert. Bei der Fehlersuche ist das Banner das Erste, was ein Betreiber sieht. Ein
localhostim Banner macht die Identifikation des Servers unnötig schwer.
So behebst du das
Setze den Banner-Hostnamen. Für Postfix:
# /etc/postfix/main.cf smtpd_banner = mail.example.com ESMTPDer Hostname sollte der öffentliche FQDN des Servers sein — derselbe Name wie in MX- und PTR-Einträgen.
Lade Postfix neu:
postfix reloadPrüfe das Banner:
telnet mail.example.com 25 # Erwartet: 220 mail.example.com ESMTP ...
So fließt es in die Bewertung ein
Ein ungültiger Banner-FQDN kostet 10 Punkte in der MX-Kategorie. Das vollständige Scoring-Modell steht in der Bewertungsmethodik.
Evidenzbeispiel
S: 220 localhost ESMTP Postfix
^^^^^^^^^ kein gültiger FQDN — Domain-Teil fehlt