mx.ptr.missing
FCrDNS-Fehler bei MX-Host
Was wir prüfen
Für jede MX-IP-Adresse fragen wir den PTR-Eintrag ab und lösen diesen PTR-Hostnamen dann vorwärts wieder auf. Das ist Forward-Confirmed reverse DNS (FCrDNS): Der PTR-Hostname muss existieren und zurück auf dieselbe IP auflösen, die wir abgefragt haben. Dieses Ergebnis erscheint, wenn kein PTR-Eintrag existiert oder der PTR-Hostname nicht auf die geprüfte IP zurückauflöst.
Das ist eine Prüfung pro IP — jede aufgelöste IP für jeden MX-Hostnamen wird einzeln geprüft. Verschiedene IPs desselben MX-Hostnamens können unterschiedliche Ergebnisse liefern.
Was dieses Ergebnis bedeutet
Die MX-IP-Adresse hat keinen gültigen FCrDNS-Eintrag. Entweder existiert kein PTR-Eintrag für die IP, oder der PTR-Hostname löst nicht auf dieselbe IP zurück. Der Mailserver kann seine Identität nicht über Reverse-DNS nachweisen.
Hinweis: Wir verwenden die lockere FCrDNS-Form — der PTR-Hostname muss vorwärts auf die geprüfte IP auflösen, muss aber nicht mit dem MX-Hostnamen übereinstimmen. Große Anbieter erfüllen den strikteren Check nie (Googles MX-PTRs sind *.1e100.net, IONOS sind *.kundenserver.de-artig). Der striktere PTR-vs-MX-Vergleich wird separat als mx.ptr.hostname_differs (informativ, unbewertet) gemeldet.
Warum das wichtig ist
- Spamfilter-Signal. Viele empfangende Server und Spamfilter prüfen FCrDNS. Ein fehlender oder defekter Reverse-DNS-Eintrag ist ein klassisches Zeichen für dynamisch zugewiesenen Consumer-IP-Bereich — die Art von IP, die Spam sendet, keine legitime Mail.
- Zustellbarkeit. Gmail, Microsoft und andere große Anbieter können Mail von IPs ohne gültiges FCrDNS verzögern oder ablehnen, besonders bei neuen oder reputationsschwachen Absendern.
- M3AAWG-Best-Practice. Die Messaging, Malware and Mobile Anti-Abuse Working Group (M3AAWG) empfiehlt, dass jede mailsendende IP einen PTR-Eintrag hat, der vorwärts auflöst (FCrDNS).
So behebst du das
Der PTR-Eintrag wird vom Besitzer der IP-Adresse verwaltet — typischerweise dein Hosting-Anbieter — nicht in der DNS-Zone deiner Domain. Das ist die häufigste Verwechslung: PTR-Einträge lassen sich nicht über das DNS-Panel deines Registrars bearbeiten.
Finde heraus, wer das Reverse-DNS der IP kontrolliert. Bei Cloud-Anbietern (AWS, Hetzner, DigitalOcean) ist es meistens im Server-Dashboard konfigurierbar. Bei dedizierten Servern kontaktiere deinen Hosting-Anbieter.
Setze den PTR-Eintrag auf einen Hostnamen, der vorwärts auf die IP zurückauflöst:
IP: 192.0.2.1 PTR: mail.example.com. A: mail.example.com. → 192.0.2.1Der PTR-Hostname muss nicht mit dem MX-Hostnamen übereinstimmen, aber er muss vorwärts auf dieselbe IP zurückauflösen.
Prüfe FCrDNS:
# Schritt 1: PTR-Abfrage dig +short -x 192.0.2.1 # Erwartet: mail.example.com. # Schritt 2: Vorwärtsauflösung dig +short A mail.example.com # Erwartet: 192.0.2.1 (dieselbe IP)
So fließt es in die Bewertung ein
Fehlendes oder gescheitertes FCrDNS kostet 15 Punkte in der MX-Kategorie. Das vollständige Scoring-Modell steht in der Bewertungsmethodik.
Evidenzbeispiel
IP: 192.0.2.1 (MX-Ziel: mail.example.com)
PTR: (keiner)
FCrDNS: FEHLGESCHLAGEN — kein PTR-Eintrag für diese IP