mx.all_targets_ip_literal
Alle MX-Ziele sind IP-Literale
Was wir prüfen
Wir prüfen, ob jedes echte MX-Ziel (Null-MX-Einträge werden ausgenommen) ein IP-Adressliteral statt eines Hostnamens ist. Ein einzelnes IP-Literal wird als mx.ip_literal gemeldet; dieses Ergebnis erscheint, wenn alle Ziele Literale sind und kein gültiges Hostname-Ziel für die Domain existiert.
Was dieses Ergebnis bedeutet
Jeder MX-Eintrag der Domain zeigt auf ein IP-Adressliteral statt auf einen Hostnamen. Die Domain hat praktisch kein hostname-basiertes Mail-Routing — das gleiche Ergebnis wie fehlende MX-Einträge. Manche sendende Server versuchen möglicherweise die Zustellung an die Literal-Adressen, aber diese Konfiguration verstößt vollständig gegen RFC 5321 §5.1.
Warum das wichtig ist
- Gleichwertig mit fehlendem MX. Ohne Hostname-Ziele kann die Domain an keinem hostname-basierten Mail-Sicherheitsmechanismus teilnehmen — TLS-Zertifikatsverifikation, DANE, MTA-STS schlagen alle fehl.
- Zustellung gefährdet. Strikte sendende Implementierungen können die Zustellung an IP-Literal-Ziele ganz verweigern.
- Sofortiges F. Dieses Ergebnis wird mit der gleichen Schwere behandelt wie fehlende MX-Einträge, weil die praktische Auswirkung identisch ist: Die Domain hat kein gültiges Mail-Routing.
So behebst du das
Ersetze alle IP-Literal-MX-Ziele durch Hostnamen:
; Vorher (falsch) example.com. IN MX 10 [192.0.2.1] example.com. IN MX 20 [192.0.2.2] ; Nachher (richtig) example.com. IN MX 10 mail.example.com. example.com. IN MX 20 mail2.example.com.Erstelle A/AAAA-Einträge für die neuen Hostnamen, die auf die Mailserver-IPs zeigen.
So fließt es in die Bewertung ein
Reine IP-Literal-MX-Ziele erzwingen ein sofortiges F in der MX-Kategorie — kein separater Punktabzug, die Kategorie wird sofort auf F gesetzt. Das vollständige Scoring-Modell steht in der Bewertungsmethodik.
Evidenzbeispiel
$ dig +short MX example.com
10 [192.0.2.1]
20 [198.51.100.1]
Jedes MX-Ziel ist ein IP-Literal — kein hostname-basiertes Mail-Routing vorhanden